Unsere LeistungenErgotherapie

Wir helfen Ihnen, im Alltag zurecht zu kommen

Ziel der ergotherapeutischen Behandlung ist der Erhalt oder die Erlangung der selbstständigen Lebensführung im Rahmen der persönlichen Möglichkeiten.

Unsere Schwerpunkte bilden Behandlungen neurologischer, orthopädischer und rheumatischer Erkrankungen, die Therapie nach chirurgischen Eingriffen sowie psychisch-funktionelle Behandlungen.

Bobath für Erwachsene

Bobath für Erwachsene

Das Bobath-Konzept ist ein für Menschen mit Schädigungen des zentralen Nervensystems entwickelter Therapie-Ansatz, benannt nach ihren Entwicklern Berta und Karel Bobath.

Das Konzept beruht auf der Erkenntnis, dass bei Ausfall von Funktionseinheiten im Gehirn, z. B. nach einem Schlaganfall, andere Einheiten deren Aufgaben übernehmen können. Dieser Vorgang wird Neuroplastizität des Gehirns genannt. Besonders bei Halbseitenlähmung können mit dem Bobath-Konzept gute Rehabilitationserfolge erzielt werden. Das Hauptprinzip des Bobath-Konzepts besteht darin, die von Lähmung oder Sensibilitäts-Einschränkung betroffene Körperseite in Alltagsbewegungen und –handlungen einzubeziehen und durch Förderung der Wahrnehmung die Muskelspannung zu regulieren. So kann normale Bewegung angebahnt werden.

Wir erarbeiten mit Ihnen gemeinsam einen auf Ihre Anliegen bezogenen Behandlungsplan, der sich am Bobath-Konzept orientiert, aber auch andere Therapiekonzepte einbezieht. Zwischen Ergo- und Physiotherapeuten kann bei uns durch die enge Zusammenarbeit speziell im Bobath-Bereich eine gute Abstimmung der Gesamtbehandlung erfolgen.

Kognitiv-therapeutische Übungen

Kognitiv-therapeutische Übungen

Anfang der 70er Jahre entwickelte der italienische Neuropsychiater Prof. Dr. Carlo Perfetti den im Allgemeinen als „ Perfetti-Konzept“ bezeichneten Behandlungsansatz für Patienten mit neurologischen Krankheitsbildern.

Für eine „richtige" physiologische Planung und Ausführung benötigt das zentrale Nervensystem (ZNS) eine funktionierende Wahrnehmung von Körper und Umwelt. Nur durch eine physiologische Bewegung wiederum kann eine „richtige" Wahrnehmung erfolgen. Die Rehabilitation nach einer Schädigung des ZNS ist demnach ein Lernprozess unter pathologischen (krankhaften) Bedingungen. Nach dem „Perfetti-Konzept" sollen die PatientInnen ihre Kognition (geistigen Fähigkeiten) einsetzen, um ihre Bewegungs- und Wahrnehmungsfähigkeit zu verbessern. Zum Beispiel sollen sie ihre Aufmerksamkeit aktiv auf pathologische Verhaltensweisen lenken, diese wahrnehmen und kontrollieren lernen. Dabei wird die im ZNS gespeicherte physiologische Bewegung immer wieder mit der ausgeführten verglichen, diese korrigiert.

Tastsinn und Tiefensensibilität spielen eine wichtige Rolle bei der Organisation von Bewegung. Die Patienten schließen während der kognitiv-therapeutischen Übungen die Augen, um sich auf diese Wahrnehmungskanäle besser konzentrieren zu können und eine Kompensation durch das visuelle System auszuschließen.

Es gibt 3 Übungsarten

I.Grades: Die Bewegungen werden von dem Therapeuten geführt.
II.Grades: Die Bewegungen werden noch geführt, der Patient übernimmt Anteile der Bewegung.
III.Grades: Der Patient bewegt zunehmend alleine.

Die therapeutischen Übungen werden auf den Grundlagen des „Perfetti-Konzeptes" aufbauend auf jeden Patienten individuell abgestimmt. Dabei werden Materialien verwendet, die verschiedene Wahrnehmungs- und Bewegungsaufgaben bieten.

Hirnleistungstraining

Hirnleistungstraining

Nach dem Erwerb einer neurologischen Erkrankung sowie bei dementiellen Prozessen kann es zusätzlich zu den physiologischen Symptomen zu Einschränkungen im kognitiven Bereich kommen.

Beim Hirnleistungstraining werden in der Therapie individuell für jeden Patienten Ziele und ein Therapieplan erstellt. Ziele des Hirnleistungstrainings sind:

  • Verbesserung von Orientierung zur Person, Ort, Raum und Zeit
  • Ausgleich und Verminderung der Folgen von neuropsychologischen Defiziten in den Bereichen Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit, Gedächtnis oder Lese-Sinnverständnis
  • Förderung der Handlungsplanung, Reihenfolgenbildung und Durchführung von Tätigkeiten
  • Erarbeiten von Handlungskompetenzen im Hinblick auf persönliche, häusliche und berufliche Selbstständigkeit, z. B. Training von Alltagsaktivitäten
  • Steigerung der Belastbarkeit
  • Entwicklung von Kompensationsstrategien

Zum Erarbeiten der Ziele werden unterschiedliche Medien und Therapiemittel eingesetzt. Die Therapie hat immer einen alltagsrelevanten Bezug und mit Unterstützung der unterschiedlichen Medien können die ganz speziellen Fähigkeiten des Patienten trainiert werden. Hirnleistungstraining wird bei uns in der Praxis angeboten über:

  • Cogpack (Hirnleistungsprogramm am Computer)
  • speziell entwickelte Hirnleistungsbögen
  • Haushaltstraining/ADL
  • kognitive Spiele
  • Handwerk
Wohnraumanpassung

Wohnraumanpassung

Mit den durch die Krankheit veränderten Bedürfnissen und Möglichkeiten des Patienten kann auch eine Anpassung des vorhandenen Wohnraumes nötig werden (um eine größtmögliche Selbstständigkeit in der alltäglichen Lebensführung zu ermöglichen).

Wir stellen dabei gemeinsam mit dem Patienten vor Ort und in verschiedenen Alltagssituationen fest, ob Änderungen wie z.B. Überbrückung von Türschwellen, Haltegriffe in Bad und WC, veränderte Anordnung von Schränken oder Sitzmöbeln etc. nötig werden. Im Bedarfsfall beraten wir den Patienten über die verschiedenen Möglichkeiten zur Optimierung des Wohnraumes.

Hilfsmittelversorgung

Hilfsmittelversorgung

Für Menschen mit Behinderungen und den damit verbundenen Beeinträchtigungen in der Alltagsbewältigung stehen therapeutische Hilfsmittel zur Verfügung, welche Mobilität, Ausgleich und Erleichterung bei Aktivitäten des täglichen Lebens gewährleisten.

In Kooperation mit Sanitätshäusern ist es uns möglich, unsere Patienten optimal über Hilfsmittel zu informieren, zu beraten und eine individuelle Anpassung vorzunehmen.

Schienenbau

Bei Krankheitsbildern wie Rheuma oder bei Lähmungen fertigen wir vom Arzt verordnete ergotherapeutische Schienen an.
Die Schienen werden aus wärmeverformbarem Material individuell angepasst und dienen, je nach Bedarf, der Lagerung oder der Funktionsunterstützung von Arm, Hand und Fingern.

Daneben beraten wir Sie in der Zusammenarbeit mit Sanitätshäusern bei der Auswahl handelsüblicher Schienen.

Gelenkschutz

Die ergotherapeutische Behandlung beinhaltet Beratung und praktische Durchführung von gelenkschonendem Verhalten im Alltag. Vor allem für Menschen mit Erkrankungen der Gelenke ist es besonders wichtig, schonende Handlungsweisen zu erlernen, Schmerzen so zu reduzieren/vermeiden und präventiv dauerhafte Schäden zu verhindern.

Auch der gezielte Einsatz von Hilfsmitteln kann im Rahmen der Therapie angeregt und erprobt werden. Patienten wird gezeigt, wie sie kraftsparend und ergonomisch ihr tägliches Leben weiterhin selbständig bewältigen können.

Spiegeltherapie

Spiegeltherapie

Zur Behandlung von Nervenschmerzen, hervorgerufen durch eine Läsion oder eine Erkrankung des peripheren oder zentralen Nervensystems, bieten wir Ihnen die Spiegeltherapie als eine mögliche Therapieform an.

Ebenfalls gute Ergebnisse konnten bei den Behandlungen von Patienten mit einer Hemiparese erzielt werden.

Die Therapie basiert auf der Vermittlung eines positiven Feedbacks durch die visuelle Aktivierung des Spiegelneurone – Systems, wodurch Bewegungen dem Gehirn über den Spiegel vermittelt werden.

Psychiatrie

Psychiatrie

Die psychisch-funktionelle Behandlung wird als Therapiemaßnahme bei krankheitsbedingten Störungen der psychosozialen und sozioemotionalen Funktionen und den daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen angewendet.

Die Ziele basieren auf Maßnahmen zur

  • Verbesserung der Realitätsbezogenheit, der Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Verbesserung des situationsgerechten Verhaltens, der Interaktionsfähigkeit, der psychischen Stabilisierung und des Selbstvertrauens
  • Verbesserung der kognitiven Funktionen
  • Verbesserung der Körperwahrnehmung und der Wahrnehmungsverarbeitung
  • Verbesserung der eigenständigen Lebensführung und der Grundarbeitsfähigkeit
F.O.T.T.

F.O.T.T.

F.O.T.T ist ein nach den Prinzipien der Therapie nach Bobath entwickelter Behandlungsschwerpunkt speziell für Gesicht, Mund, Körper und Verdauungstrakt. Zielgruppe sind Menschen mit neurologischen Krankheitsbildern (z. B. Hirninfakt, MS, Morbus Parkinson, Schädel-Hirn-Trauma, Demenz, Wachkoma).

Während der Therapie werden eine vorhandene Schluckstörung, eine Fazialisparese und die damit verbundene Einschränkung in der Nahrungsaufnahme, der Mimik und der Sprache behandelt. Voraussetzung für eine Verbesserung der Funktionen im facio-oralen Bereich ist eine physiologische Gesamtkörperhaltung.

Die Aufgabe des Therapeuten/der Therapeutin ist es, diese Voraussetzung zu erarbeiten, um zum Beispiel das Schlucken von Speichel anzubahnen bzw. zu verbessern. Dabei spielt die Muskelspannung außerhalb und innerhalb des Mundes eine große Rolle. Ziel ist es, jene zu erhöhen, ggf. zu vermindern. Mit dem Patienten werden alltägliche Bewegungen und Funktionen erarbeitet, um so die Nahrungsaufnahme oder das Sprechen zu ermöglichen und zu erleichtern und möglichst physiologisch anzubahnen. Damit wird die Lebensqualität des Patienten deutlich gesteigert.

Sind noch Fragen offen? Wir beantworten Ihnen diese gern.0511 / 16 76 96 - 0